FDP für den Erhalt eines vielfältigen Abiturs in Helmstedt

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FDP spricht sich nach kontroverser Abwägung gegen eine Oberstufe an der IGS Helmstedt aus.

Helmstedt. „Wir wollen vor der Kommunalwahl klar sagen, wofür wir stehen. Mit einer Stimme für die FDP kauft der Wähler nicht die Katze im Sack“, begründet Lars Alt, Kreisvorsitzender der FDP Helmstedt die Positionierung der FDP in der Frage zur Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Helmstedt noch vor der Kommunalwahl am 11.September 2016. „Während sich alle anderen Parteien vor der Wahl wegducken, weiß man bei uns, was man wählt“, erklärt Alt.

„Der Kreisverband der Freien Demokraten spricht sich nach einer kontroversen parteiinternen Abwägung gegen eine Einrichtung einer Oberstufe an der IGS-Helmstedt aus. Wir wollen, dass in Helmstedt weiterhin ein naturwissenschaftlich- und fremdsprachlich geprägtes Abitur möglich ist. Mit der Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Helmstedt ist an den Gymnasien die Fächerkombination Biologie/Chemie, Englisch/Französisch und wohl auch Mathematik/Physik als Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau nicht mehr anwählbar. Diese Verarmung der Helmstedter Bildungslandschaft birgt die Gefahr einer Schülerabwanderung nach Braunschweig und Wolfsburg, die in ihrer Zahl langfristig auch eine gymnasiale Standortgefährdung mit sich bringen kann“, erläutert Alt weiter.

„Es muss auch die Frage erlaubt sein, inwieweit für ein Jahr oder dauerhaft eine Oberstufe eingerichtet werden soll. Die Zahlengrundlage zum gesetzlichen Mindestbetrieb einer IGS mit Oberstufe ist jedenfalls mehr als optimistisch. Zudem hält die IGS auch die räumlichen Kapazitäten zur Einrichtung einer Oberstufe nicht vor, was wohl ohnehin eine Außenstelle für die Jahrgänge 12 und 13 notwendig macht. Inwieweit Rot-Grün hier -absurderweise- den Standort Königslutter erneut ins Spiel bringt, wird sich noch zeigen. Durch eine zusätzliche Oberstufe in Helmstedt werden zudem Kosten für Fachräume nötig, die sich an anderer Stelle besser bündeln lassen“, erklärt Alt weiter, der auch Mitglied im Landesvorstand der FDP Niedersachsen ist.

Die FDP begrüßt grundsätzlich die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren. „Allerdings trägt die rot-grüne Landesregierung mit den kurzen Übergangsfristen dieses Projekt nun auf dem Rücken von Schülern, Lehrern und Eltern aus. Rot-Grün fehlen zur Rückkehr zum G9-System rund 1000 Lehrerstellen. Gleichzeitig werden vor Ort Gymnasien und Gesamtschulen gegeneinander ausgespielt“, kritisiert Alt.

„Dennoch rechtfertigt eine einjährige Übergangsphase, in der es keine gymnasiale Einführungsphase gibt, keine langfristige Einrichtung einer neuen Oberstufe, die unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Schullandschaft des Landkreises Helmstedt hat. Vielmehr haben wir das Gefühl, dass die Gymnasien in unserer Region, die seit Jahren die Absolventen der Gesamtschule ohne Klassenkampf zum Abitur und zur Studienreife gebracht haben, von der Landesregierung nach und nach geschwächt werden sollen. Ich selbst war Abiturient des Doppeljahrganges, bei dem eine Umstellung von G9 auf G8 erfolgte – und nur vier Jahre später macht die Politik wieder eine Rolle rückwärts – wieder auf dem Rücken der Schüler“, erklärt Alt.

„Die Situation der betroffenen Schüler zeigt, dass es endlich einen Schulfrieden braucht. Durch die Einrichtung einer Außenstelle würden ohnehin Fahrtwege für die Schüler anfallen. Deshalb wollen wir, dass die betroffenen Schüler zwischen der Beschulung an einer IGS-Oberstufe in Braunschweig und Wolfsburg oder der Beschulung im Rahmen einer qualitativ hochwertigen Übergangsklasse an den Gymnasien im Landkreis Helmstedt frei wählen können. Hierzu muss das Land bei Bedarf auch an den Gymnasien das fehlende Jahr ergänzen, um so auch für Gesamt- und Realschüler den Weg zum Abitur an einem Gymnasium im Landkreis Helmstedt zu ermöglichen“, erklärt Alt abschließend.

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