Windkraftprivileg im Baugesetzbuch beenden

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Die FDP-Kommunalpolitiker Petra Schadebrodt und Guido Ide fordern ein Ende des Windkraftprivilegs im Baugesetzbuch. Sie unterstützen damit den Antrag der FDP-Landtagsfraktion, die die Landesregierung auffordert, eine entsprechende Bundesratsinitiative zu starten.

Ziel dieser Initiative muss ein Ende der Privilegierung des Baus von Windkraftanlagen sein, wie sie noch immer im Baugesetzbuch des Bundes verankert ist. Vor genau zwanzig Jahren wurde der Bau von Windkraftanlagen gesetzlich bevorzugt festgelegt. Das war richtig, weil man damals deren Errichtung vereinfachen wollte. Mittlerweile ist die Lage aber eine gänzlich andere. In Niedersachsen wird Strom durch Wind im Überfluss produziert, der nicht abtransportiert werden kann. Windkraft mindert zudem den Wert von Immobilien und Grundstücken, auch im Landkreis Helmstedt. Außerdem müssen wir uns ernsthaft um die Entwicklungschancen des Lappwaldsees als touristisches Naherholungsgebiet sorgen, wenn dort noch mehr und höhere Windräder aufgestellt werden sollen. Die modernen, extrem hohen Windkraftanlagen verursachen starke Beeinträchtigungen für die Menschen, verschandeln das Landschaftsbild, und vielerorts sind Tiere wie Rotmilan, Fledermaus, Bussard und Habicht durch die Rotoren der Anlagen bedroht.

„Wenn das der Preis ist, um teuren und nicht transportierbaren Strom zu erzeugen, dann ist dieser viel zu hoch“, ärgert sich Petra Schadebrodt, Vorsitzende des FDP-Ortsverbands. „Die rot-grüne Regierung sollte deshalb die Initiative der Freien Demokraten im Landtag unterstützen und ein Ende dieses echten Schildbürgerstreichs fordern!“

Helmstedt, den 2. Juli 2017

FDP-Ortsverband Helmstedt/Nordkreis