Fragebogen der Braunschweiger Zeitung – Lars Alt

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Fragebogen der Braunschweiger Zeitung zur Landtagswahl – Lars Alt (FDP)

Bitte vervollständigen Sie die folgenden Sätze:

1. Wenn ich für einen Tag politisch freie Hand hätte, würde ich für Niedersachsen entscheiden…

dass wir mit der beitragsfreien Kita dafür sorgen, dass jeder alles werden kann, dass der Bundesfinanzminister nicht nur Schulen in Haiti und Honduras, sondern auch in Helmstedt fördern darf und dass jeder Haushalt neben Strom und Wasser auch Anspruch auf einen schnellen Internetanschluss hat.

2. Im Jahr 2030 zeichnet sich mein Wahlkreis dadurch aus…

dass wir gute Ideen im Landkreis Helmstedt willkommen geheißen haben und diese nicht woanders hingegangen sind. Ich möchte, dass uns im Jahr 2030 der Strukturwandel im Helmstedter Braunkohlerevier gelungen ist, dass wir die kleinteilige Verwaltungsgliederung in der Region überwunden haben und dass wir im Landkreis Helmstedt mit einem FH-Standort neue Innovationskraft binden.

3. Im Jahr 2030 hat mein Wahlkreis die größten Probleme mit…

dem demografischen Wandel. Wir müssen junge Menschen und junge Familien zum Bleiben und nicht zum Gehen bewegen. Unser Landkreis kann gegenüber Großstädten nur mit günstigem Wohnraum und attraktiven Rahmenbedingungen für Familien punkten. Dafür brauchen wir eine Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung, eine gute Anbindung an Braunschweig und Wolfsburg, eine hochwertige Ausstattung unserer Schulen und schnelles Internet.

4. Die Bürger könnte man besser in politische Entscheidungen einbinden, indem man…

sie nicht nur alle vier oder fünf Jahre bei Wahlen mitbestimmen lässt, sondern unsere repräsentative Demokratie um direktdemokratische Elemente ergänzt.

5. Mein größter politischer Erfolg…

Die bevorstehende Einrichtung eines Start-up-Zentrums im Landkreis gehört sicherlich zu unseren aktuellsten Erfolgen. Auch habe ich die Forderung zum Wahlrecht ab 16 zur Landtagswahl in der FDP Niedersachsen durchgesetzt. Ich glaube, dass sich junge Menschen der Politik zuwenden, wenn sich Politik jungen Menschen zuwendet.

6. Meine Fehlentscheidung, die mich am meisten ärgert…

Bei einigen Diskussionen zu Beginn meines politischen Engagements – beispielsweise in der Fusionsfrage Helmstedt-Wolfsburg – habe ich ziemlich hitzig agiert. Das würde ich mit etwas mehr Abstand und mehr Erfahrung heute anders angehen. Auch wenn ich in der Sache fest und in der Art verbindlich bleibe.

7. Mein politisches Vorbild …

Barack Obama. Politik ist einer der Lebensbereiche, der sozialen Aufstieg unabhängig von der Herkunft möglich machen kann. Der Reformwille, der Mut auch einmal unpopuläre Entscheidungen zu treffen und die Aufstiegsbiographie des US-Präsidenten haben mich sehr geprägt.

8. Meine drei wichtigsten politischen Themen sind …

1. Weltbeste Bildung von der Kita bis zur Hochschule – durch eine beitragsfreie Kita, flexiblere Kinderbetreuungszeiten, digitale Lernmethoden und ein Maximum an Freiheit für Schulen und Hochschulen.

2. Besser, das Land wechselt die Politik als die Unternehmen das Land: Start-ups, Handwerk, Mittelstand und Industrie starten wieder durch – dank eines Politikwechsels für Wachstum und neue Arbeitsplätze, der Niedersachsen zum Gründerland Nummer 1 macht.

3. Eine enkelfitte Rente, die einen fairen Ausgleich zwischen heutigen und zukünftigen Rentnern möglich macht.

In einem Satz

9. Soll das VW-Gesetz, das dem Land Anteile und Einfluss am Volkswagen-Konzern sichert, erhalten bleiben?

Ja. Allerdings hat Rot-Grün mit seinem unprofessionellen Handeln im Aufsichtsrat bewiesen, dass vom Land keine Politiker, sondern echte Experten in das Kontrollgremium des größten deutschen Unternehmens entsandt werden sollten.

10. Wie können Migranten besser integriert werden?

Zunächst einmal brauchen wir ein modernes Einwanderungsgesetz, das zwischen Flüchtlingen und Einwanderern unterscheidet, gesteuert um Talente wirbt und Integration verbindlich festlegt. Eine frühe Sprachförderung und eine sofortige Integration in den Arbeitsmarkt halte ich für unverzichtbar.

11. Darf der Staat Schulden machen?

Der Staat hat in den vergangenen Jahrzehnten schon genug Schulden auf Kosten meiner Generation gemacht und den Schuldenabbau trotz historisch hoher Steuereinnahmen und trotz historisch niedriger Zinsen immer noch nicht ausreichend begonnen.

12. Wie kann unser Bildungssystem besser werden?

In der rot-grünen Regierungszeit sind in Niedersachsen rund 5 Mio. Stunden Unterricht ausgefallen – deshalb müssen wir in Niedersachsen vor allem die Unterrichtsversorgung steigern. Auch finde ich, dass man die Wertschätzung gegenüber der jüngeren Generation wieder am Zustand unserer Schulen und Hochschulen ablesen können sollte.

13. Warum sollen die Bürger ausgerechnet Sie wählen?

Weil bei mir Wort und Tat übereinstimmen. Als Mitglied des niedersächsischen FDP-Präsidiums möchte ich meine Verbindungen in die Landespolitik für den Landkreis Helmstedt einsetzen – und Ideen endlich zu Arbeitsplätzen machen. Mit SPD und CDU konnten bisher keine Trendwenden für unsere Region erreicht werden – deshalb möchte ich als Vertreter einer modernen Generation einen neuen Anfang wagen.