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Kreisverband und Kreistagsfraktion der FDP Helmstedt

05. 09. 2010



Pressemitteilungen vom 01.10.2006:

Auszug aus den FDP-Leitlinien zur Bildung und Kinderbetreuung

Bildung, Kultur und Sport

In der liberalen Bürgergesellschaft sind Bildung, Aus- und Fortbildung die Garanten für Lebensqualität. Das gewachsene Netz verschiedener Schulformen ist im Landkreis zu erhalten, weitere Ganztagsschulen sind einzurichten. Der Aus- und Weiterbildung kommt verstärkte Bedeutung zu.
Kulturpolitik nach liberalem Verständnis darf nicht selbst kulturelle Inhalte bestimmen. Die FDP will unter diesen Gesichtspunkten das kulturelle Leben fördern und von jeder Bevormundung frei halten.
Das insgesamt gute Netz von Freizeiteinrichtungen, Kultur- und Sportstätten im Landkreis ist zu erhalten und zu pflegen. Trotz schwieriger Haushaltslage sind dafür Mittel zur Verfügung stellen.

Schwerpunkte sind:
* freier Wettbewerb zwischen dem dreigliedrigen Schulsystem und der IGS ohne ideologische Scheuklappen,
* das Netz von Ganztagsschulen ist schrittweise auszubauen,
* Grundschulen sollen wohnnah erreichbar sein („kurze Wege für kurze Beine“),
* Aufhebung von Schuleinzugsbereichen,
* Besuche öffentlicher Schulen in Nachbarkreisen und Nachbarstädten sind zu gestatten,
* qualifizierte berufliche Bildung im dualen System ist verstärkt zu fördern,
* lebenslanges Lernen ist durch qualifizierte Weiterbildungsangebote in der Kreisvolkshochschule zu unterstützen,
* Erhalt eines attraktiven Kulturangebots im Landkreis.

Schulen
Im Rahmen der Schulträgerschaft haben der Landkreis und die Kommunen eine besondere Verantwortung für die Qualität der Bildung. Moderne Schulen in gutem baulichem Zustand erleichtern Lehrern und Schülern das Lehren beziehungsweise Lernen. Es soll im Rahmen der Möglichkeiten eine gute Ausstattung der Schulen vor Ort – generell und besonders auch mit Blick auf moderne Medien – zur
Verfügung gestellt werden. Die Integration behinderter Kinder ist für uns Liberale eine Verpflichtung.
Die FDP setzt sich dafür ein, das gewachsene Schulnetz im Landkreis zu erhalten, sofern die Schulgrößen den Anforderungen des niedersächsischen Schulgesetzes entsprechen. Insbesondere Grundschulen sollten wohnnah erreichbar sein. Darüber hinaus engagiert sie sich dafür, das Ganztagsangebot im Grundschul-, aber auch Sekundarbereich schrittweise auszubauen. Um Eltern und Schüler eine freie Wahl zwischen Halbtags- und Ganztagsschulen zu ermöglichen, sind derzeitige Schuleinzugsbereiche aufzuheben.
Die verschiedenen Schulformen im Landkreis sind in ihrem Bestand zu sichern. Privilegierungen oder Benachteiligungen einzelner Schulformen aus ideologischen Gründen lehnt die FDP ab.

Berufsschule und Volkshochschule
Qualifizierte berufliche Bildung im dualen System ist aus bildungspolitischen, wirtschaftspolitischen
und sozialen Gründen wieder mehr in den Vordergrund zu rücken und die Gleichwertigkeit mit der Allgemeinbildung auf der kommunalen Ebene zu betonen. Berufliche Bildung muss Betrieben mehr Spiel-raum bieten, einen Beitrag zur Integration vor allen der Hauptschüler zu leisten. Eigenleistungen in Betrieben helfen mit, mehr Ausbildungsplätze und ortsnahe Berufsschulklassen zu ermöglichen.
Alle Schulen müssen mehr Medienkompetenz vermitteln.
Die Erfordernisse lebenslangen Lernens bedingen eine gesicherte Unterstützung von Weiterbildungsangebote der Volkshochschulen, der Politischen Bildungsstätte und anderer freier Träger in engem Zusammenwirken mit privaten Anbietern.
Die Kreisvolkshochschule ist – unter Berücksichtigung der Haushaltslage - so mit finanziellen und sächlichen Mittel auszustatten, dass sie ihrem Auftrag gerecht werden kann. Sie muss zugleich durch angemessene Gebühren zur Finanzierung der Einrichtung beitragen.
...
Kinder- , jugend- und familienfreundliche Kommunen
Die FDP unterstützt eine kommunale Familienpolitik, die durch ein Miteinander von Kommune, Eltern und Kindern vor Ort ein familienfreundliches Klima schaffen, in dem Erziehung, Bildung und Beruf harmonisch miteinander in Einklang zu bringen sind, in dem sich Kinder und Eltern gemeinsam wohl fühlen.
Ohne Kinder hat unsere Gesellschaft keine Zukunft. Kinder und Beruf müssen nebeneinander möglich sein, in Familienformen und auch für allein erziehende Mütter und Väter. Wer Flexibilität im Beruf zeigen soll, muss auch auf flexible Ganztagsbetreuungsangebote zurückgreifen können. Dazu gehört für die FDP insbesondere die Förderung individueller Betreuungsdienstleistungen wie Tagesmütter und Kinderkrippen für unter 3jährige. Diese Betreuungsmöglichkeiten sind weiter zu fördern, wobei die bürokratischen Hürden in diesem Bereich zu vermindern bzw. abzubauen sind.
Die junge Generation soll auf das Leben in der demokratischen Gemeinschaft gut vorbereitet werden und sich in ihr heimisch fühlen.
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