www.fdp-helmstedt.de
Kreisverband und Kreistagsfraktion der FDP Helmstedt

05. 09. 2010



Pressemitteilungen vom 30.06.2010:

Die FDP führt offene Diskussion zur ökonomischen Zukunft der Stadt Helmstedt

Die Liberalen des Landkreises diskutieren kontrovers über die regionale Wirtschaftsförderung, etwaige Stadtentwicklungskonzepte und über das mögliche DOC


Plädoyer für die Innenstadt – ein Leserbrief von Petra Schadebrodt

Leider meinen noch immer viele Mitglieder des Helmstedter Rates und von Helmstedt Aktuell/Stadtmarketing, dass sie unsere Stadt mit einem Designer Outlet Center an der Emmerstedter Straße voranbringen. Das Gegenteil aber wird - aufgrund der Dimension und des Standortes des Projektes - eintreten: 50 bis 80 Mio. € DOC-Umsatz und 10.000 qm DOC-Verkaufsfläche (mit kostenlosen Parkplätzen!) treffen auf vorhandene 200 Mio. € Einzelhandelsumsatz und 15.000 qm Verkaufsfläche (und gebührenpflichtige Parkplätze!); zudem besteht keine fußläufige Verbindung zwischen DOC und Fußgängerzone wie im Wolfsburger Beispiel. Deshalb wird ein DOC den vorhandenen, insbesondere innerstädtischen Einzelhandelsgeschäften derartig viel Umsatz und Kundenfrequenz abziehen, dass viele Geschäfte in ihrer Existenz bedroht werden. Das gilt im Übrigen auch für die DOC-fremden Branchen und die Gastronomiebetriebe, da dann auch ihnen Frequenz und Kaufkraft in erheblichem Maße fehlen werden. Das Ergebnis wird eine Innenstadt sein, die längst nicht mehr so vital und einladend wirkt wie heute.

Bei genauerer Betrachtung erscheint es zudem überaus fraglich, wie ein DOC in Helmstedt betrieben werden kann, wenn Outlet Center bereits in für diesen Geschäftstypus "gefährlicher" Nähe in Wolfsburg, Soltau und Irxleben existieren. Statt einer (vermeintlichen) Problemlösung müsste sich unser Rathaus dann wohl schon bald mit einem neuen Problemfall beschäftigen.

Mein Alternativvorschlag umfasst 3 Punkte:
(1) Neue Handelsgeschäfte sollen den City-Einzelhandel aufwerten und bereichern ("Konkurrenz belebt das Geschäft"); die Ansiedlungen sollten aber gezielt im innerstädtischen Bereich erfolgen, vorhandene Branchenlücken schließen und von angemessener Größenordnung sein. Die Rahmenbedingungen hierfür sind günstig, da Helmstedt noch immer eine hohe Kaufkraftbindung, eine vergleichsweise passable Umsatzsituation, einen sinkenden Kaufkraftabfluss und eine überdurchschnittliche Umsatzbindung in der City aufweist.
(2) Zudem halte ich es für wichtig, Helmstedt zu einer konkurrenzlos familienfreundlichen Stadt zu entwickeln, um den Einwohnerrückgang ins Positive zu kehren oder mindestens zu stoppen. Auch hier kann man auf guten Rahmenbedingungen aufbauen, da Helmstedt schon heute in vielen Aspekten eine hohe Wohnqualität für Familien bietet.
(3) Schließlich müssen gezielte Aktivitäten zur Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben in Helmstedt führen, um die Basis für steigende Steuereinnahmen, Kaufkraft und Einwohnerzahlen zu schaffen.

Zum Wohle unserer Stadt hoffe ich sehr, dass der Helmstedter Rat sich aus Verantwortung und Weitsicht gegen das DOC entscheidet (wenn es nicht schon im Raumordnungsverfahren gestoppt wird) und stattdessen ein wirkungsvolles Konzept zur Entwicklung Helmstedts beschließt und konsequent umsetzt.





„Helmstedt verändert sich und benötigt ein nachhaltiges Stadtentwicklungsprogramm“
von Lars Alt, Kreisvorsitzender der JuLis Helmstedt


Die Diskussion über das DOC ist lediglich Ausdruck der ökonomischen Probleme denen sich Helmstedt zukünftig zu stellen hat. Unabhängig von einer dezidierten und endgültigen Entscheidung, egal ob nun in die ein oder andere Richtung, gilt es sich vier zentralen Fragen und Problemen anzunehmen:

a) Helmstedt verzeichnet eine stetig sinkende Einwohnerzahl. Die sinkenden Steuereinnahmen, u.a. auch begründet in den rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen, belasten die Kommunen zunehmend.
Es muss also eine zukunftsorientierte Investitionspolitik eröffnet werden. Die Innenstadt ist auf Grund der zu hohen Mietpreise kein Magnet mehr für profitable Investitionsprojekte.
Daher ist –unabhängig von der DOC-Frage- ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept unerlässlich.

b) Der Strukturwandel in der Innenstadt ist bereits im Gang: Nur noch ein marginaler Anteil an regionalen Einzelhändlern ist noch vor Ort. „Einzelhandelsketten", wie "Rossmann", "Ihr Platz", "Back-Factory", "NewYorker", "T-Mobile", "Jawoll" oder "Douglas" (die Liste ließe sich nahezu beliebig weiterführen) sind in Helmstedt mittlerweile ansässig.
Wenn man die Kriterien für eine profitable und integrative Innenstadt vergleicht, ist ein gesunder Mix aus regionalen Anbietern hinsichtlich einer regionalen Identifikation genauso entscheidend wie ein attraktives Angebot an überregionalen Anbietern. Eine einseitige Förderung, die sich auf einzelne Faktoren beschränkt und regionale Disparitäten nicht einbindet ist demnach kontraproduktiv.

c) Durch das Fördergefälle ist Helmstedt hinsichtlich neuer Investitionen in den vergangenen Jahren zumeist leer ausgegangen. Die Folge: Weitere sinkende Gewerbesteuereinnahmen, da eine Reform leider immer noch nicht abzusehen ist. Viele Lagerhallen und Immobilien stehen im Großraum Helmstedt frei - aber vor Ort findet quasi keine Wirtschaftsförderung statt, sodass auch kaum Investitionsanreize geschaffen werden können.
Somit kann Helmstedt seine eigentlichen Standortvorteile (gute Infrastruktur durch die Anbindung an die A2 etc.) nicht adäquat nutzen.

d) Ohne ein nachhaltiges Stadtentwicklungsprogramm fährt der Investitionszug an Helmstedt vorbei - der Bau eines Einkaufszentrums wurde abgelehnt und weitere Investoren stehen in den Sternen - abwarten und sich auf der guten "A2-Lage" ausruhen ist einfach zu wenig.
Helmstedt braucht Ideen und muss sich mit schlagfertigen ökonomischen Konzepten dem Wettbewerb um Investoren stellen, um attraktive Zukunftsperspektiven zu schaffen – insbesondere für junge Menschen und Familien.



FDP Helmstedt fordert eine aktive regionale Wirtschaftspolitik

Dirk Heidschuster, Kreisvorsitzender des Kreisverbandes der FDP Helmstedt, wünscht sich eine aktive Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung: „Nur Investitionen in den Standort Helmstedt können langfristig Arbeitsplätze sichern und neue Arbeitsplätze schaffen“, so Heidschuster.
„Dafür ist eine konzertierte Aktion im Rahmen einer Wirtschaftsinitiative mit allen Unternehmern, Städten, Gemeinden und Kommunen notwendig. Die exzellente Lage des Landkreises an der A2 allein reicht nicht aus, um Unternehmer für den Standort zu gewinnen. Es ist vielmehr ein aktives Zugehen auf Unternehmer notwendig, um Investitionen in die Zukunft unseres Landkreises zu sichern, denn bei der aktuellen Haushaltslage muss jedes Investitionspotential vor Ort genutzt werden“, so der FDP Kreisvorsitzende weiter.

„Unser Landkreis befindet sich in einer schlechten wirtschaftlichen Verfassung und in diesem Zusammenhang schaffen neue Schulden keine Zukunft. Sinkende Steuereinnahmen und eine abnehmende Einwohnerzahl im Landkreis und in der Stadt Helmstedt führen zukünftig zu großen Mindereinnahmen“, so Dirk Heidschuster. Nun sei aktives Handeln angesagt.
Chancen sieht der Kreisvorsitzende der Liberalen vor allem in einer neuen Wirtschaftsinitiative, die eine Verbindung zwischen der Wirtschaftsförderung der Verwaltung und einer direkte Ansprache von Unternehmern herstellt, was mit Hilfe von Wirtschaftsfachleuten umgesetzt werden kann.
„So können beispielsweise durch die freien Ansiedlungsflächen und die gute Infrastrukturlage gezielt Unternehmen der „Grünen Branche“ angeworben werden“, so Heidschuster weiter.
Insgesamt kann diese Wirtschaftsinitiative zum einen auch durch eine Kooperation mit dem Bördekreis realisiert werden, zum anderen sollte aber vor allem der Schwerpunkt auf der neuen Ansiedlung von Unternehmen im Landkreis Helmstedt liegen, sodass eine regionale Kommunikation im „Wirtschaftsraum Helmstedt“ insgesamt gefördert werden kann.
« Zurück



Druckversion Druckversion

Hintergrund
  LIBERALIX - Liberales Forum

Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  FDP-Kreisvorsitzende

Dirk Heidschuster
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  Politbarometer

Sonntagsfrage
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  Satzung

Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  Koalitionsvertrag

Union und FDP
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  Bildung und Kinderbetreuung

Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  Wir sind die Mitte

Klicken Sie hier!
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  Helmstedt

Haushalt 2009
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  SCHÖNINGEN

Stadtrat Wahlergebnisse
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  KÖNIGSLUTTER

Stadtrat Wahlergebnisse
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  Landkreis

Kreiswahl Ergebnisse
Hintergrund
Hintergrund
Hintergrund
  FDP Mitglieds-Aufnahmea..
Hintergrund
Hintergrund